Ein Colt für alle Fälle
Sonntag, Januar 7th, 2007Ich habe mich ja schon lange gefragt, was Colt Sievers alias Lee Majors so macht. Endlich weiss ich es:
Ich habe mich ja schon lange gefragt, was Colt Sievers alias Lee Majors so macht. Endlich weiss ich es:
Gratis Fernsehen und das am Computer, ohne verschiedene Internetsites anwählen zu müssen, ganz einfach und vor allem für Deutsche und Schweizer mit einer mehr als passabeln Senderzusammenstellung, das ist Zattoo.
Ich habe im Mai meinen Fernseher verschenkt, da ich ihn sowieso nie gebraucht habe, umso mehr nerve ich mich, dass ich Zattoo auf des Bruders MacBook Pro entdeckt und für gut befunden habe und so nun wieder nach mehr als 6 Monaten das beste selberzusammenstellbare Online-Fernsehprogramm konsultiert habe und mir einen Film ausgesucht habe. Möge ich aber auch in Zukunft meine spärliche Freizeit nicht mit unnützen Fernsehprogrammen verschwenden und mich weiterhin mit VideoPodcasts über wissenschaftliche und kulturelle Themen zufrieden geben.
Hier noch der Nachtrag:
Der Koch machte mir nach längerer Diskussion tatsächlich ein Vegiplätzchen. Circa 1/3 Plätzchen später erklärte uns das Familienoberhaupt, wie die neue Oberalpbahn über den Berg fährt. Mit der Handbewegung folgte ein volles Weinglas, welches aus meinem Plätzchen ein “au vin” machte, meine Kartoffeln ertränkte und meine Abendrobe hellrot musterte. Und wenn mein Lieblingsmann auch meint, ich sei in letzter Zeit ein einziger riesiger Jammer-Chnübli, dann habe ich zumindest heute wirklich allen Grund dazu!
Eigentlich wollte ich ja am Silvesterabend nach dem Festschmaus noch an die “Big Party” hier im Skiort, aber meine beiden Brüder machten schlapp und so feierten das Familienoberhaupt und ich bis früh morgens mit dem Personal des Hotels und begrüssten mit jeder Menge Bündner Nussgrappa das neue Jahr.
Eigentlich habe ich ja eine Wellnesswoche mit vegetarischem Menu bestellt und bezahlt. Das “Wellness-Packet” besteht aus einem Schwimmbecken ohne Whirlpool, gemischter Sauna ohne Frauenzeiten und einem Fitnessraum, der nicht gerade heimelig ist. Keine Massagen, keine Schlammpackungen, nix. Ich habe dieses Mal buchen lassen und nicht nachkontrolliert – selber schuld. Die Krönung ist die unfreiwillige Diät, die mir verordnet wurde. Nach 13 Jahren als Vegetarier bin ich mir ja schon einiges gewöhnt und ich war nicht erstaunt, dass hier im Hinterland beim vegetarischen Menu einfach das Fleischstück weggelassen wird. Von einem Löffel Reis mit 2 Blumenkohl- und 2 Broccoliröschen werde ich halt einfach nicht satt und ausserdem fehlt mir die Proteinquelle. Selbstverständlich wird der gleiche Preis berechnet wie beim Fleischmenu. Ich habe Hunger und dann – dieses Geheimnis kann ich gerne lüften – bin ich mehr als unausstehlich.
Eigentlich wusste ich schon im Voraus, dass Familienferien mehr Stress denn Erholung bedeuten. Trotzdem bin ich mitgefahren. Denn eigentlich dachte ich, dass meine Famile sich auf den Skipisten tummeln würde. Die ersten Tage war der wenige Schnee wegen den sonnigen Tagen geschmolzen, dann regnete es so richtig heftig und heute, wo es endlich angefangen hat zu schneien sitzen sie immer noch hier rum.
Mir ist langweilig, meine Brüder gamen (wir haben 5 Laptops mit), meine Mutter mag nicht mit zum 4. Hundspaziergang heute und guckt irgendwas über Walrossspeck im TV, jassen will niemand, mein Buch von Martin Suter habe ich fertig gelesen, mein Vater schläft auf dem Sofa, ich sollte noch lernen (was die allerletzte Option bleiben soll), ich habe heute 0 SMS erhalten – aber hej, immerhin geht nach 48 Std. Pause das Internet des unbekannten Nachbarn wieder :-)
Eigentlich sollte ich ja nicht rumjammern, ich tu’s trotzdem, ich habe nämlich immer noch Hunger.