Archive for the ‘Männer’ Category

Stellungsfehler

Sonntag, Januar 25th, 2009

Zmorge

Im mehr oder weniger horizontalen Betätigungsfeld gibt es Stellungen, die die Attraktivität einer Frau einfach nur mindern können. Und wie man sich auch windet, der Mann schafft es dennoch immer wieder, sie in diese peinliche Verenkung zu quetschen. Das sind dann Momente, wo man - statt des Lustgewinns – über eine Vorverlegung der Fastentage nachzudenken beginnt.

 

Ich wünsche allen guten Appetit beim Sonntagsbrunch.

PatentOchsner@Kofmehl (und am Strand von Rimini…)

Samstag, November 8th, 2008

Einen weiteren Konzertbericht über ein PatentOchsner-Konzert im Kofmehl zu machen, wäre zwar nicht sinn- aber einfallslos. Denn auch wenn angeblich die “KGB-Security” in der Mühle Hunziken versagt hätten, weil sie den  gemeinen Käfer reingelassen haben, der nun ausgerechnet auf des Sängers Stimmbänder seine Fortpflanzungsparty feiert, die Solothurner sind einfach immer bereit, diese tollen Musiker so zu empfangen, wie sie es verdient haben, egal, ob Büne Huber mit heiserer, aber sexy Stimme oder als Goldkehlchen auf der Bühne steht.

Nach dem Eröffnungskonzert in Basel, war ich gespannt, ob die ganze Tour die gleiche Playlist gespielt wird und war mehr als positiv überrascht. Nicht nur, dass nun die neuen Songs den Hauptteil des Konzerts ausmachten, sondern auch, weil unter den alten eingestreuten Liedern einige weniger vorgetragene Perlen wie “Niemer im Nüt” zu finden waren und für einmal die “W.Nuss vo Bümpliz” ohne “Füdlifingerfritz”-Zwischenspiel gespielt wurde. Ich sage bewusst “gespielt” denn schon nach 2 Tönen hat das Publikum den Song lauthals mitgesungen. Überhaupt waren die Solothurner wie immer unglaublich textstark und im Gegensatz zu den Baslern vor einigen Wochen, blieb gestern im Kofmehl auch bei den neuen Liedern keine Kehle stumm und vor allem nicht trocken, denn an die über eine Stunde Anstehen in Basel für ein Bier, möchte ich nicht mehr erinnert werden.

Ein PatentOchsner-Konzert im Kofmehl ist nicht nur wegen der Top-Organisation ein Genuss, sondern auch, weil man wirklich ganz Solothurn an diesen Konzerten treffen kann. Nur wenige hatten sich an das Zusatzkonzert am Vortag verirrt und so traf man gestern Abend alle, die man sehen wollte und die, die man nie mehr sehen wollte erst recht. Mit einer einzigen Ausnahme traf ich jeden meiner Männer, derentwegen ich zum Song “Scharlachrot” während meiner Sturm- und Drangzeit im Gymnasium geweint hatte. Und auch mein kochender Che Guevara war da, der Hanspeter und die wundervollen blauen Augen.

Wenn ich behaupte, Patent Ochsner mache ehrliche Musik, dann meine ich damit, dass ich mich zwar wunderbar durch den Alltag schlängeln kann und immer so tue, als sei alles in Ordnung, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Worte von “Blue September” langsam einen Weg zum Herzen graben. Und wenn der Büne dann singt “I hange ging no a dym Haagge wie ne Wurm”, weiss ich, dass er recht hat und leugnen nichts bringt. Und dann kommen bei “Scharlachrot” die Tränen und ich wünsche mir, er käme aus dem Nichts, wäre einfach da und würde mich wieder umarmen. Aber das Leben ist kein kitschiger Liebesroman, den die Deutschen mit Staraufgebot in England oder bei den Elchen verfilmen. Und wenn ein Raum voller Exfreunde etwas Positives hat, dann dass man sich jeden von ihnen auch einmal zurückgewünscht hatte und nun, Jahre später keinen von ihnen mehr wollte. “Löht nech nüd la gfaue!” Irgendwann kommt immer ein Anderer, um den man bei “Scharlachrot” heulen kann.

Als sich der Büne dann von den Leuten verabschiedete und uns einmal mehr an die kalte Jahreszeit erinnerte und dass man sich doch etwas warm geben soll, ging ich auf die Suche nach dem Mann mit den blauen Augen, um herauszufinden, wie er küssen kann…

Frauen sollte man den Mund zukleben

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Ich bin überzeugt davon, dass unter den Männern in den letzten Jahren eine geheime Absprache stattgefunden hat, den Frauen weniger Komplimente zu machen. Wahrscheinlich hat ein vermeintlich kluger Journalist in einem Männermagazin behauptet, dass Frauen der Lobhuldigungen überdrüssig werden könnten und deshalb den Männer geraten, sparsam damit umzugehen.

Um meine Theorie zu stützen, habe ich in den letzten Tagen ein wenig Feldforschung betrieben und die Damen in meinem Umfeld bestätigten, dass Komplimente von Männern immer seltener würden, und das nicht erst seit der Finanzkrise und zunehmenden Gesichtsfalten. Um dem Ganzen etwas auf den Grund zu gehen, habe ich meine Lieblingsmänner darauf angesprochen. Der Tenor ist einheitlich und erschreckend: Frauen, die selber wissen, dass sie gut aussehen, sollte man(n) besser keine Komplimente machen. Erstens hätten sie genügend andere, die um sie herumscharwenzeln und zweitens, sage man dann mal was Nettes, bekäme man als Antwort nur die kalte Schulter oder werde noch frech abgefertigt. Und Frauen, die nicht so zufrieden mit sich selbst seien, könne man keine ernstgemeinten Komplimente machen, da sie deren Glaubhaftigkeit sofort hinterfragen würden und meinen, man wolle sie damit nur ins Bett kriegen. Also lasse man das süsse Holzraspeln gleich ganz weg, die moderne Frau von heute könne ja auch Komplimente verteilen. “Gleichberechtigung” sei das Stichwort.

Meine lieben Männer – so kann das ja nie was werden. Zumindest nicht mit mir.

Zugegeben könnten Frauen schon selbst etwas mehr Komplimente verteilen, nur liegt das wirklich nicht in unserer Natur. Wir brezeln uns auch nicht täglich auf, um den Männern zu gefallen und schon gar nicht, um nur uns selbst zu gefallen, sondern es resultiert aus der natürlichen Rivalität, die unter den Frauen herrscht. Wer mir nicht glaubt, soll einmal in einem eingespielten Frauenteam eine offene Stelle mit einem Mann besetzen oder einen unerlaubten Blick in die Damengarderobe eines Fitnessstudios werfen. Die Erleichterung im Gesicht einer Frau, wenn sie sieht, dass der Po der wunderhübschen Rivalin einer Kraterlandschaft ähnelt, sagt mehr als tausend Worte und das Hickhack um die Gunst des Mannes im Team sorgt von aussen beobachtet für hohe Einschaltquoten bei privaten Fernsehsendern.

Warum aber einige Frauen so abweisend auf Komplimente reagieren, kann ich mir auch nicht erklären. Und warum sich Männer davon einschüchtern lassen, sowieso nicht. Auf alle Fälle sollte man solchen Frauen den Mund zukleben. Ob nun daraus meine natürliche Rivalität spricht oder der Wunsch nach mehr Nettigkeiten, kann der geneigte Leser selbst entscheiden.

Zwischensequenz

Mittwoch, Juli 16th, 2008


Zwischensequenz from ChliiTierChnuebler on Vimeo.

Danke Männer

Sonntag, Juli 13th, 2008

“Das Wissen um die eigene Attraktivität kann per se unattraktiv sein.”

Eine alte SMS meines sinnlichen Geigenvirtuosen lässt mich die vergangenen 48 Stunden in einem anderen Licht sehen. Denn plötzlich waren sie alle wieder da und ich konnte mir so schlecht erklären weswegen gerade jetzt.

Jetzt, wo die Vereinigung meiner Beine mit den von der Modeindustrie als unattraktiv verschrienen Hosen im Madras-Karo beinahe abgeschlossen ist und ich seit Wochen weder Rock noch hohe Schuhe getragen habe. Jetzt, wo ich einem unbeschwerten Flirt abgeneigter nicht sein könnte. Und jetzt, wo mir wegen meines gekürzten Haupthaars visuell jedes Gefühl von Weiblichkeit genommen wurde.

Ja jetzt sind sie plötzlich alle wieder da – rufen an, besuchen mich und schreiben SMSen. Als ob sie gewusst hätten, dass ich sie jetzt brauche. Jeden einzelnen von ihnen. Hoffentlich sind sie noch da, wenn sich meine geschlechtsspezifische Endung wieder dem Neutrum entzieht und sich damit einleitender Satz nicht bewahrheitet.

So oder so: Danke Männer.

Verzichte heute

Montag, Juni 23rd, 2008

Da verzichte ich in der Hafenbar heute extra auf die berauschende Wirkung des Ethanols, weil mir zu Hause noch eine Runde repetitives Gedächtnistraining bevorsteht und dann laufe ich auf dem Nachhauseweg meinem Che Guevara in die Arme, der mich noch in zu einem Mitternachtsbad bei uns im Pool verführen will. Ich verzichte und vertröste ihn auf morgen.

Aber eigentlich wäre ja nach Mitternacht schon morgen, oder?

 

Wer will?

Samstag, Juni 21st, 2008

Wer will?

Zuerst wollte er, aber ich nicht. Dann wollten wir beide. Später wollte nur noch ich, er aber nicht mehr. Und jetzt weiss ich nicht mehr, was ich will.

Chnüblis Euro08-Weekend

Montag, Juni 9th, 2008

Chnübli was da

  • Geküsst.
  • Geschlafen.
  • Gestanden.
  • Geklatscht.
  • Gesungen.
  • Geredet.
  • Gesimst.
  • Geküsst.
  • Geschlafen.
  • Geweint.
  • Gewaschen.
  • Gefahren.
  • Gefroren.
  • Gehofft.
  • Genervt.
  • Gelogen.
  • Gegähnt.
  • Gebildet.
  • Gesehen.
  • Gelacht.
  • Getrunken.
  • Gehüpft. (Doch noch ein Video mit Chnübli. Dank an DesPudelsKern.)
  • Gegessen.
  • Gesucht.
  • Gezahlt.
  • Gegeben.
  • Gelacht.
  • Getrunken.
  • Getanzt.
  • Getanzt.
  • Getanzt.
  • Getanzt.
  • Getanzt.
  • Geredet.
  • Geflirtet.
  • Geposed.
  • Gesucht.
  • Gelaufen.
  • Geraucht.
  • Gefroren.
  • Gewärmt.
  • Getroffen.
  • Geküsst.
  • Geklingelt.
  • Geküsst.
  • Geklingelt.
  • Gesimst.
  • Gemoblogt.
  • Gelöscht.
  • Geschlafen.

(Chronologisch geordnet.)

Bilanz: 3 Nationen, 3 gute Küsser.
Fazit: Kuhl war’s.

Selbstkontrolle ungenügend

Donnerstag, Juni 5th, 2008

Könnte mir mal jemand meinen Skypezugang sperren?

Auch wenn ich es Dank der bewährten PostIt-Methode geschafft habe meinem neusten Liebeskummermann nicht mehr ständig Notizen aus meinen Gedanken zu simsen, kann ich es meistens kurz vor dem zu Bett gehen nicht lassen, doch noch mit ihm zu skypen. Die Konsequenz davon ist, dass ich mein Sexdate heute Abend habe sausen lassen. Gopf. So geht das doch nicht weiter…

Edit:
Da liest man einige Stunden später plötzlich sein Posting und denkt, wie unwichtig das doch alles plötzlich ist. 

Ungewöhnliche Orte brauchen ungewöhnlich viel Mut

Sonntag, Juni 1st, 2008

Heute laufe ich ich nicht einfach so vorbei, heute klopfe ich. Ich sehe ihn durch das kleine Fenster wie er geschäftig durch die Küche läuft. Das Radio hat er aufgedreht und singt “there’s an ordinary world - somehow I have to find - and as I try to make my way - to the ordinary world”. Er hört mein Klopfen nicht, Duran Duran sind stärker. Genaus so weit kam ich das letzte Mal auch, dann hat mich der Mut verlassen.

Da, er dreht sich im, jetzt sieht er mich, grinst mich an und öffnet mir die Türe. Mein Berner Che Guevara sieht in der Küchenuniform so ungewöhnlich brav aus. Trotzdem ist er mir vertraut wie früher. Die Lust, ihn zu berühren ist von der ersten Sekunde wieder da. “Sexy siehst Du aus.” Es war definitiv kein Fehler, das Wickelkleid nur locker zu knoten.

Wir plaudern über seinen neuen Job, während ich ihn beobachte wie er das Mittagessen für 40 Leute vorbereitet. Zum Glück wird es Lasagne, da hat er genügend Zeit für Seitenblicke. Von einem Profi das Kochen erklärt zu bekommen, hat mehr Erotik als ich dachte. Ich lehne mich gegen den kühlen Stahl der Gastroküche und geniesse die Flirtatmosphäre. “Du hast immer noch dieses Parfum. Es macht mich nervös.” Treffer. Ich tigere ihm durch die Küche hinterher und merke, dass diese grosse, einsame Küche ungeahnte Abenteuer mit sich ziehen könnte. Eine neue und daher unerfüllte Fantasie keimt auf. Mit einem Ohr höre ich, wie Philip Maloney seinen Fall löst. Die Zeit rast, um eins kommen seine Gäste.

In den 12-Uhr Nachrichten gibt es erste Hochrechnungen von der Eidgenössischen Abstimmung. Ich kenne sie schon, wenn auch nur die des liberalen Solothurns. Doch gerade jetzt interessiert mich Politik gar nicht. Die Erinnerung an seine weichen Lippen raubt mir den Verstand. Er wirkt etwas schüchtern und dabei weiss ich, wie gefährlich er meinem Kontrollwillen werden kann.

 

 

Sandi Thom singt “Help me get my feet back to solid ground – ’cause were walking to the devils beat- and it’s trying to bring us down.” Oh nein, nicht tanzen, bitte nicht. Jetzt zieht er mich zu sich. Unsere Hüften bewegen sich immer noch im gleichen Takt, wie damals, als wir uns – durchgeschwitzt, mit Wanderschuhen im tiefen Matsch stehend – zum ersten Mal näher kamen.

Kaum küsse ich ihn, spüre ich kühlen Stahl an meinem Rücken. Jetzt müsste er was sagen. Frauen wie ich brauchen jetzt Worte, auch wenn’s nur ein “ich will Dich. Hier. Jetzt.” ist. Irgendetwas, was meinen Verstand runterfahren lässt. Verbale Stimulation sozusagen. Noch haben seine Hände, seine Lippen, die an meinen saugen und sein unglaublich fordernder Körper für einen kompletten Absturz gesorgt und um den Neustart zu verhindern, fehlt etwas. Man könnte es falsche Sicherheit nennen. 

Los! Sag’ was! Lüg’ mich meinetwegen an. Ich spüre mein System hochfahren. Denke an Kondome, die fehlen, an Mitarbeiter, die plötzlich auftauchen, an Anwohner, die uns durch das Hoffenster beobachten könnten. Ich blocke. Er lacht: “Nicht mutig genug?” Es ärgert mich, weiss ich doch, dass ich auch mit Kondomen gekniffen hätte. Wie habe ich das bloss früher gemacht, als ich die Gefahr erwischt zu werden, noch prickelnd fand? Als Sex auf einer Gartenparty in einer Hausecke mit meinem Freund noch ohne zu zögern möglich war? Heute in dieser Küche – das wäre unvergesslich gewesen. Lust pur.

Warum war Sex in einer H&M-Kabine früher möglich und nun in einer fast einsamen Küche nicht mehr? Ist mir mein Ruf plötzlich wichtig? Warum brauchen ungewöhnliche Orte plötzlich ungewöhnlich viel Mut?

Wie man Macintosh schmackhaft macht

Samstag, Mai 24th, 2008

Sich noch kurz mit einem wankenden Windowsuser zu treffen, kann – wenn man seinen Mac mitnimmt – einige Vorteile mit sich bringen: Zum einen macht man sich bei einem allfälligen MacBook-Kauf für jede Art Fragen zur ersten Anlaufstelle. Dies ist wiederum nur ein Vorteil, wenn der Mann gutaussehend ist. Letzteres zieht dann weitere Vorteile mit sich, ist doch via iChat der Kontakt viel schneller hergestellt als mit sonst einem Messenger. Ich zeige ihm iMovie und wir nehmen eine kurze Videosequenz auf zusammen. Natürlich muss man dazu ganz nahe beieinander sitzen.

Mein Macbook findet wie immer ein offenes Wirelessnetz und immer wieder kann er sich von den Vorteilen des übersichtlichen Mailprogramms überzeugen. Ich lassen ihn noch etwas mit Safari spielen und will ihm dann als Kirsche sozusagen noch die witzigen Effekte von Photo Booth zeigen.

Nun ja, witzig fand er’s dann nicht, aber sonstwie anregend. Ich hatte vergessen, meine letzte narzisstische Selbstverherrlichung in Photo Boobs Booth zu löschen.

Photo Boobs äh Booth

Merke: Nackte zur Schaustellung körpereigener Vorzüge kann beim ersten Date mit Restliebeskummer ungeahnte Kräfte mit sich ziehen.